1.VPU-Kongress in Berlin
15.-16.11.2019

Hochschulische Qualifizierung in der Pflege
Chancen, Herausforderungen, Best-Practice-Modelle


Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Zahl akademisch ausgebildeter Pflegefachpersonen wächst. Das ist die gute Nachricht. Schließlich zeigen internationale Erfahrungen, dass die systematische Einbindung dieser Kolleginnen und Kollegen sich positiv auf die Qualität der Patientenversorgung und die Effizienz des jeweiligen Krankenhauses auswirken. Umso tragischer, dass wir das enorme Potenzial noch immer nicht nutzen. Schon 2011 hat der Deutsche Wissenschaftsrat empfohlen, dass mindestens 10 Prozent des Pflegepersonals in einem Krankenhaus hochschulisch qualifiziert sein sollten. 8 Jahre später sind es noch immer weniger als 2 Prozent. Wie lassen sich die Kolleginnen und Kollegen optimal in die Strukturen unserer Krankenhäuser integrieren? Welche Rahmenbedingungen sind nötig, bezogen auf Aufgaben, Verantwortlichkeiten, Entwicklungsperspektiven – und Gehalt? Was erwarten die jungen Akademiker von ihrem zukünftigen Arbeitgeber?

Mit dem ersten Kongress zu den Chancen und Herausforderungen hochschulischer Qualifikation in der Pflege bieten wir eine Plattform, um Antworten auf diese Fragen zu suchen. Freuen Sie sich auf ein spannendes Programm mit hochkarätigen Impulsen, Symposien und intensiven Diskussionen. Für das Grußwort konnten wir Herrn Staatssekretär Andreas Westerfellhaus, Pflegebevollmächtigter der Bundesregierung, gewinnen. Frau Professorin Linda H. Aiken und Frau Stefanie Praxmarer-Fernandes (WHO) stellen aktuelle Forschungsergebnisse vor. Vorträge ausgewählter deutscher Expertinnen und Experten aus Pflegewissenschaft und -praxis runden das Programm ab.

Lassen Sie uns gemeinsam von den nationalen und internationalen Erfahrungen lernen, an Strategien für die Einbindung hochschulisch qualifizierter Pflegende in Deutschlands Krankenhäuser arbeiten und uns vernetzen. Wir freuen uns auf einen spannenden Diskurs!

Ihr Torsten Rantzsch & Andreas Kocks

Torsten Rantzsch, Vorstandsvorsitzender VPU e.V.

Andreas Kocks, Sprecher im Netzwerk Pflegeforschung VPU e.V.


Grußwort vom Staatssekretär Andreas Westerfellhaus

Staatssekretär Andreas Westerfellhaus, Pflegebevollmächtigter der Bundesregierung

Der Pflegeberuf hat sich in den vergangenen Jahrzehnten stark verändert. Das neue Pflegeberufegesetz wird dieser Entwicklung gerecht und ist ein wichtiger Schritt, da es die Pflegeausbildung reformiert und das grundständige Pflegestudium verankert. Es wird zukünftig mehr akademisch ausgebildete Pflegepersonen geben, die adäquat eingesetzt werden müssen.

Ziel muss dabei sein, dass hochschulisch qualifizierte Pflegepersonen auch weiter direkt am Patienten tätig sind und nicht nur mit Verwaltungs- und Dokumentationsaufgaben beauftragt werden oder sogar in andere Berufe mit attraktiveren Arbeitsbedingungen abwandern. Fachkräfte müssen entsprechend ihren Kompetenzen und Qualifikationen arbeiten können und angemessen entlohnt werden. Hierfür braucht es innovative Konzepte für einen ausgewogenen Skills- and Grades Mix – und das auch interprofessionell. Denn in Zeiten des allgemeinen Fachkräftemangels müssen wir das Denken in Hierarchien überwinden und die Aufgaben- und Verantwortungsteilung funktionaler gestalten. Nur so kann auch in Zukunft die qualitätsgesicherte Versorgung der Patienten und Pflegebedürftigen stattfinden.

Ich freue mich auf einen Kongress mit vielfältigen Themen und spannenden Diskussionen zur Zukunft und dem Einsatz der hochschulischen Qualifizierung in der Pflege.

Ihr Andreas Westerfellhaus


Der Kongress

Welche Chancen bietet die hochschulische Qualifizierung von Pflegenden für Patienten, Angehörige und Kliniken? Welche Herausforderungen erwachsen daraus für die Verantwortlichen in Wissenschaft, Lehre und Krankenhausmanagement? Und wie lassen sich die akademischen Kompetenzen in der Pflegepraxis einsetzen?

Auf dem zweitägigen VPU-Kongress berichten Expertinnen und Experten aus dem In- und Ausland über aktuelle Entwicklungen und diskutieren darüber, wie ein Kulturwandel in der Pflege gelingen kann. Kolleginnen und Kollegen aus Pflegewissenschaft, Hochschullehre, Pflegemanagement und der konkreten Patientenversorgung präsentieren nationale und internationale Best-Practice-Beispiele. Symposien bieten die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch.

Der Kongress findet vom 15. bis 16.11.19 am Charité Campus Virchow-Klinikum in Berlin statt. Die Räumlichkeiten bieten Platz für etwa 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer.


Anmeldung

2-Tages-Ticket | 15.11.2019 – 16.11.2019: 100,00 € inkl. MwSt.

Tagesticket | Freitag, 15.11.2019: 50,00 € inkl. MwSt.

Tagesticket | Samstag, 16.11.2019: 50,00 € inkl. MwSt.


Programmablauf

Programmablauf

Für weitere Informationen zum detaillierten Programmablauf klicken Sie bitte auf das Bild.


CALL FOR POSTER

Im Rahmen des 1. VPU-Kongresses wird eine moderierte Postersession zum Thema

Hochschulische Qualifizierung in der Pflege: Chancen, Herausforderungen, Best-Practice-Modelle“

ausgeschrieben. Angenommen werden Poster aus der Perspektive der Wissenschaft, der Pädagogik, dem Management und der Pflegepraxis.

Weiterführende Informationen zur Bewerbung und Einreichung finden Sie unter dem Button als PDF (Langversion)

Einreichung bis zum 13.09.2019
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Keynote Speaker

Prof. Dr. Linda H. Aiken, PhD
Pflegewissenschaftlerin, University of Pennsylvania

Linda Aiken ist seit 1988 an der Fakultät der School of Nursing an der University of Pennsylvania tätig, wo sie den Claire M. Fagin Lehrstuhl für Krankenpflege innehat. Sie ist außerdem Professorin für Soziologie und Direktorin des Center for Health Outcomes and Policy Research sowie Senior Fellow des Leonard Davis Institute for Health Economics. Als Autorin von mehr als 300 wissenschaftlichen Arbeiten erhielt sie zahlreiche Preise und Auszeichnungen, zuletzt den ICN Christiane Reimann Preis. Sie untersucht, wie der organisatorische Kontext der Gesundheitsversorgung verändert werden kann, um bessere Patientenergebnisse zu erzielen. Linda Aiken ist Mitglied der National Academy of Medicine und wurde als erste in die International Nurse Researcher Hall of Fame von Sigma Theta Tau International aufgenommen.


Stefanie Praxmarer-Fernandes
Weltgesundheitsorganisation WHO

Stefanie Praxmarer-Fernandes ist Consultant im Bereich Nursing & Midwifery, unter anderem seit 2015 für das WHO-Regionalbüro für Europa, tätig. Sie spezialisiert sich auf Fragen rund um die Ausbildung und Arbeitsbedingungen von Gesundheitsfachkräften oder evidenzbasierte Pflegepraxis in Europa. Nach mehreren Jahren im intra- und extramuralen Pflegebereich qualifizierte sich die diplomierte Gesundheits- und Krankenschwester weiter in den Bereichen Health Care Management sowie Business und Economics. Stefanie Praxmarer-Fernandes hat an EU-Projekten zur Gesundheitsfachkräfteplanung mitgearbeitet, coached junge global health professionals zu Karriereplanung und ist Gastdozentin an der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität in Salzburg.


Prof. Dr. phil. Gabriele Meyer
Pflegewissenschaftlerin, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Gabriele Meyer leitet seit 2013 das Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaft der Medizinischen Fakultät an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Zuvor hatte sie eine Professur an der Universität Witten/Herdecke und eine Juniorprofessur an der Universität Bremen. Die examinierte Krankenschwester studierte Gesundheitswissenschaften und Germanistik an der Universität Hamburg, wo sie auch promovierte. Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen die klinische und epidemiologische Forschung zu Gesundheits- und Pflegefragestellungen des höheren Lebensalters, die Entwicklung und Evaluation komplexer Interventionen sowie Methoden und Vermittlungsprozesse der evidenzbasierten Pflege/Medizin/Gesundheitsversorgung. Gabriele Meyer ist Mitglied im Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen und ist Präsidentin der European Academy of Nursing Science (EANS).


Prof. Dr. Andrea Thiekötter
Pflegewissenschaftlerin, Fliedner Fachhochschule Düsseldorf

Andrea Thiekötter ist Professorin an der Fliedner Fachhochschule Düsseldorf und vertritt das Lehrgebiet Pflegemanagement. Ihre weiteren Arbeitsschwerpunkte sind die Professionalisierung und Akademisierung des Berufsfelds Pflege, Pflegetheorien und Pflegegeschichte sowie qualitative Sozialforschung. Zuvor war sie Professorin an den Fachhochschulen Jena und Kärnten.Die examinierte Krankenschwester verfügt über viele Jahre Berufserfahrung in der pflegerischen Praxis sowie als Pflegedirektorin. Nach ihrem Studium des Gesundheitsmanagements an der Hochschule Magdeburg promovierte sie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Andrea Thiekötter ist Gründungsmitglied der European Association for the History of Nursing (EAHN) und Präsidenten des European Network for Nursing Academies e.V. (ENNA).

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Fachbeirat

Andreas Kocks, Pflegewissenschaftler am Universitätsklinikum Bonn und Sprecher im Netzwerk Pflegeforschung VPU e.V.

Jana Luntz, Pflegedirektorin Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden, Vorstandsmitglied VPU e.V.

Jennifer Luboeinski, Koordinatorin zur Unterstützung des Netzwerkes Pflegeforschung VPU e.V.

Torsten Rantzsch, Pflegedirektor Universitätsklinikum Düsseldorf, Vorstandsvorsitzender VPU e.V.


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